Gerhard Könighofer


Bericht vom Old-Fellow-Segeltörn 2002

(Eine persönliche Betrachtung von Gerhard)

Was kann man über ein Event schreiben, das schon Monate vorher bei Allen intensive Erwartungen geweckt hat?
Zuerst einmal:

Was hat dann einige weitgereiste, zivilisationsverwöhnte und dem kindlichen Leichtsinn entwachsene Old Fellows bewogen, die Strapazen eines Segeltörns (samt Vorbereitung) auf sich zu nehmen? Die Vorstellungen von einem Segeltörn konnten anfänglich nicht divergierender sein:

So war dann auch die Vorbereitung des Events schon der halbe Spaß. Es wurde Literatur gewälzt, Checklisten erstellt, Termin und Geldfragen geklärt. Es wurde eine Unzahl an Detailfragen erörtert (Danke Heinz) aber auch Entschlüsse gefaßt: die Wahl des Segelreviers, die Auswahl des Bootstyps, der Bootscharter, die Wahl der diversen Versicherungen, die Aufgabenverteilung.

Unabhängige Beobachter haben uns sogar eine vorbildliche Vorbereitung attestiert.

Einzig die An-/Abreise hat sich als unvorbereitbar herausgestellt - wegen der entnervenden Mischung aus Vorsaisons-Flug-/Fährplänen und griechischer Mentalität Aber auch das haben wir gemeistert (Danke Günther).

Die Stimmung war von der ersten Minute der Anreise an gut. Ich habe gemeinsam mit Günther das Boot übernommen, Edi die Küche besetzt, Christian die Bordkassa requiriert, Gerhard M. die Initiative ergriffen und Heinz das Wort an sich gerissen.

Es wurde das obligate Poseidon-Opfer gebracht: Wir haben uns für Metaxa entschieden und ich habe so viel Metaxa ins Meer geschüttet bis alle "Genug!" gerufen haben (es mußte ja ein Opfer sein!).
Die Götter haben unser Opfer anscheinend akzeptiert, denn der Wind war die ganze Woche wie vorbestellt (aber niemals wie vorhergesagt!), und es war kein "Nach-Opfer" (Winschkurbeln, Fotoapparate, Crewmitglieder oder deren Mageninhalt, etc.) notwendig. Allein der "Gott des Anlege- und Ankermanövers" hat wahrscheinlich zu wenig abbekommen - dafür können wir heute viele lustige Detailgeschichten erzählen und dürfen uns als "geübt" bezeichnen.

Nein, es folgen nun keine Bilder, die beweisen, wie schön Griechenland ist. Das zu beweisen war gar nicht unser Ziel - auch wenn es leicht erreichbar gewesen wäre. Vielmehr wage ich es nicht in Konkurrenz mit Edi zu treten, der sicher die fehlerlosesten Bilder hat.

Dagegen erlaube ich es mir, ein paar "Kunstwerke" ins Internet zu stellen (die dürfen bekanntlich Fehler haben):
Christian - Der Liebling aller Zahlkellner
Edi - Selbstportrait mit Bettgenossen
Gerhard M. - "Keiner ist so tief wie ich"
Gerhard K. - "Der Skipper bin ich" oder "Ich bin zu klein um bis nach vorne zu sehen"
Günther - Vom Wachführer zum Knotenadmiral
Heinz - Geil auf Seil

Danke noch einmal an Christian, Edi, Gerhard M., Günther und Heinz, daß es ein so schönes Erlebnis geworden ist.

Gerhard