Gerhard Könighofer


Bericht vom Old-Fellow-Segeltörn 2004

(Eine persönliche Betrachtung von Gerhard)

Das war der zweite Törn der Old Fellows.

Nun wußte bereits ein jeder was ihn erwarten würde.

Oder doch nicht?

Der Flügelschlag eines Schmetterlings am Flughafen in Wien-Schwechat löste ein Kette von Ereignissen aus, die beinahe zur Katastrophe geführt hätten.

Aber nun von vorne: wie gewohnt, wurde bereits Monate vorher die Crew, die Termine, die Geldfragen, das Revier (Balearen), die Yacht (Oceanis 411), die Versicherungen, das Crew-Leibchen, die ungefähre Route (Ibiza nach Mallorca), die Ausrüstung und die persönlichen Vorlieben sorgfältig, aber nicht unlustig geplant.

In zwei Crew-Meetings und einem halben dutzend Old-Fellow-Meetings sind diverse Entscheidungen getroffen worden, die ein Scheitern des Vorhabens verunmöglichen.

Zwei Tage vor Abreise gab es dann noch eine Schrecksekunde, weil wir statt der Oceanis 411, die kleinere Oceanis 393 nehmen mußten.

Trotzden war die Stimmung wieder von Anfang an gut. So gut, daß uns der inkompetente Kerl am Schalter am Flughafen in Wien-Schwechat nicht beunruhigt hat. Auch die mehrstündige Verspätung hat uns nicht betrübt, denn wir waren ja in guter Gesellschaft.

In Ibiza hat dann aber ein (graues oder grünes - egal) Gepäckstück gefehlt.

Also haben wir unseren Segel-Schlag von Santa Eulalia (Ibiza) nach Formentera (nach 7 Seemeilen) in Ibiza-Stadt unterbrochen, um noch einmal am Flughafen vorbeizuschauen. Vorbeigeschaut hat am Anlegeplatz auch die Polizei (Guardia Civil) und hat der Yacht die Weiterfahrt verboten. Der Skipper, der sich sonst in allen Häf'n zu Hause fühlt, hat nach lähmenden drei Tagen dann aber doch noch eine Ersatzyacht angeboten bekommen.

Abgesehen von dem Zeitdruck der nun entstanden war und der zu einer unvergessbaren Nachtfahrt geführt hat, gab es aber tolle Erlebnisse auf Formentera und Cabrera, die man nur auf einer Segelyacht geniessen kann.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Edi hat uns wieder hervorragend verköstigt, Rudi hat die Bordkassa reibungslos verwaltet, die beiden Wachführer Gerhard M. und Andreas haben das Boot souverän geführt, Günther hat die Reisen gemanagt und Heinz war beim Angeln sehr bemüht.

Was lernen wir für das nächste Mal? Nicht nur dem Neptun, sondern auch der Guardia Civil sollte man einen Whiskey opfern.

Danke an Andreas, Edi, Gerhard M., Günther, Heinz und Rudi, daß es wieder ein schönes Erlebnis geworden ist.

Gerhard